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Schlechte Webseiten: Technik

• 12. März 2008 • Thema: Tips

Wenn man durch die Chorlandschaften im Internet surft, trifft man sehr selten wirklich gelungene, ansprechende Präsenzen an. In der Regel liegt der Grund dafür im Einsatz von WYSIWYG-Webeditoren (wie Frontpage, Netobjects u.a.), gerne auch in veralteten Programmversionen.

Was ist daran schlecht – technisch gesehen?

  • Quellcode
    Der von den Editoren generierte Quellcode ist meist jenseits von gut und böse, unnötig aufgebläht. Sauber programmiert wäre die Seite wesentlich schlanker, würde schneller laden und ließe sich leichter warten, modifizieren, portieren.
  • Frames
    Fast immer kommen sogenannte Frames zum Einsatz. Das ist leichter für den Editor, aber suboptimal für die Webseite: Frames werden von Suchmaschinen nicht “gesehen”. Das kann man zwar umgehen, allerdings landet der Besucher dann auf einer Seite ohne Menu oder Navigation irgendwo im Nirvana. Den gleichen Effekt kann der Besucher auch irrtümlich durch Öffnen von Links in einem anderen Fenster (oder Tab) erzielen.
  • Tabellen
    Das Design der Seite beruht meist auf einer Vielzahl ineinander verschachtelter Tabellenzellen. Neben anderen Nachteilen führt auch dies zu unnötig aufgeblähtem Codewirrwar, schlechter Wartbarkeit, ist kaum modifizierbar…
  • Validität
    Gerade veraltete Programme erzeugen Seiten, die nicht konform sind zu den gängigen, mittlerweile seit Jahren eingeführten Webstandards. Oft werden auch Anweisungen eingesetzt, die nur von ganz bestimmten Browsern interpretiert werden können. Der Verfasser der Webseite verlässt sich darauf, dass seine Schöpfung auch mit anderen Browsern und Betriebssystemen funktioniert, was aber nicht unbedingt immer so ist.
  • Barrierearmut
    Barrierearmut, bzw. Barrierefreiheit bedeutet, dass auch Menschen mit Behinderungen wie Sehschwäche oder Farbenblindheit die Seite lesen können, oder dass diese auch ohne Bilder, Scripte oder Flash funktioniert. Darauf sind viele Editoren nicht gerade optimiert.

Diese Liste könnte man noch um einige Punkte erweitern und soll lediglich ein Denkanstoß sein für die motivierten, autodidaktischen Chormitglieder, die Freizeit und oft auch Kapital opfern, um für ihren Verein eine Webseite zu erstellen. Mehr Infos und Links dazu findet man u.a. auf der Webkrauts-Seite.

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